„Jeder Mann fühlt sich als Entdecker und möchte das, was ihm schmerzlich fehlt, an einem neuen Ort finden. Dabei vergessen wir zumeist, dass wir unser altes Selbst an jeden neuen Ort mitnehmen müssen. Alle neuen Erfahrungen sind entweder bereits in unserer Person angelegt oder sie sind für uns nicht erreichbar. Ich erinnere mich gut daran, wie ich einmal an einem Strand in Maui lag und mir eingestehen musste, dass ich an diesem Ort auch nicht glücklicher war als in meinem Garten in New Mexico. Oft suchen wir nach geografischen Lösungen und meinen, wir könnten unsere Probleme fernab von zu Hause lösen. Und tatsächlich kann uns die Begegnung mit dem Unbekannten neue Möglichkeiten und Sichtweisen eröffnen – aber nur dann, wenn das Unbekannte durch unsere Filter dringt, um uns tatsächlich im Inneren zu verändern. Oft dienen uns neue Erfahrungen jedoch nur als Ablenkungsmanöver von alten Problemen.Schliesslich erkennt jeder Mann, dass das, wonach er sucht, in der Aussenwelt nicht zu finden ist. Denn nichts ausserhalb von uns kann uns wirklich verändern oder glücklich machen, solange es uns nicht im Inneren neu ausrichtet.“

Richard Rohr