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15:40 | 23. April 2009 | # |
“…wenn niemand getauft werden dürfte, wenn nicht zuvor sein Glaube gewiß wäre, so könnte niemand jemals getauft werden. Und wenn ich um meines Glaubens willen getauft wäre, so wäre der Glaube größer als das Wort und der Befehl Christi, durch welchen er befiehlt zu taufen. Desgleichen hätte das Wort durchaus keine Kraft, wenn nicht unser Glaube hinzukäme. Das hieße die Kraft Gottes nach unserer Schwachheit messen, das aber ist eine Lästerung. (…)”
Autor: Luther Martin
Reiner B. 10:59 | 16. Mai 2009 | #
Kampf den menschlich-absoluten Aussagen. “Gewißheit” ist immer relativ.
Ich stecke mir auch erst einen Ehering an (= äußeres Symbol), nachdem ich geheiratet habe. Und mehr, als mir “relativ sicher sein” kann ich auch bei der Eheschließung nicht. Ich bin nun seit 28 Jahren mit meinem Schatz unterwegs
Und dieses eigenständige Mundaufmachen (sich zu Jesus bekennen), was ja in keiner Weise Selbstüberschätzung ist, sondern Ausdruck von relativem Bewußtsein und relativer Reflexion erwartet Gott und gehört unauflöslich zur Taufe dazu. Wieviel Zeit dazwischen liegt ist nicht so wichtig, aber es gehört in eine zeitliche Nähe.
Ich finde es immer wahnsinnig (und mißbräuchlich), in was für eine passive Ecke der Mensch von Kindertäufern gestellt wird oder daß Glaubenstaufe mit Werkgerechtigkeit verbunden wird. Wenn ich das weiterdenke, müßte man auch Bekehrung generell als Werkgerechtigkeit bezeichen. Absurd. Hypothese: Aktuelle Betonung der Kindertaufe als letzter Aufschrei des Dahinschwinden des volkskirchlichen Besitzstandes…… BTW: Das Volk ist viel klüger ….