Reiner B. Diskussion folgen: RSS
-
12:18 | 16. Mai 2009 | # |
“Kognition dient der Organisation der Erfahrungswelt des Subjekts und nicht der Erkenntnis einer objektiven Realität.“
Autor: Glasersfeld Ernst von
Jonathan B. 10:24 | 23. Mai 2009 | #
Hmm. Eine Gretchenfrage.
Der Erkenntnisbegriff ist hier wohl fast zu abstrakt, als wäre subjektive und objektive Erkenntnis gänzlich getrennt. Wenn man “objektiv” und “subjektiv” rein perspektivisch versteht, dann muss man dem natürlich zustimmen. So gesehen, und ich vermute, so ist es auch gemeint, ist das Zitat wunderbar!
Wenn mit der Erkenntnis der objektiven Realität jedoch die Erkenntnis der ontologischen Wirklichkeit gemeint ist, dann geht es eben ein bisschen zu weit.
Ich plädiere für eine innersubjektive Erkenntnis von ontologischer Wirklichkeit. In diesem Sinn wird Objektivität, oder sagen wir Nüchternheit gegenüber den Dingen wie sie sind, möglich, aber nur über und nicht ohne die subjektive Wahrnehmung. Das Eingangstor, das unserer subjektiven Wahrnehmung, dann innersubjektiv wirkliche Wahrheit und somit lebensschaffende Grundlage gibt, ist Jesus. In ihm sind verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. So wird durch diese Beziehung, in der guten, uns zugedachten Subjektivität, Wahrheit und Erkenntnis zur relationalen Grösse, die in aller Subjektivität zugleich ganz wirklich und somit sogar objektiv ist. Es gibt nichts Objektiveres (weil es nichts Wirklicheres gibt).
Die Katze hat man aber deswegen nicht im Sack, weil diese Objektivität ganz subjektiv und relational bedingt ist.