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16:10 | 24. Mai 2009 | # |
“Der Mensch bringt täglich sein Haar in Ordnung, weshalb nicht auch sein Herz?” (Weisheit aus Indien)
Autor: N.N.
“Der Mensch bringt täglich sein Haar in Ordnung, weshalb nicht auch sein Herz?” (Weisheit aus Indien)
Autor: N.N.
Reiner B. 16:33 | 24. Mai 2009 | #
Die Antwort auf diese (nichtchristliche) “Weisheit” ist z.B. in Jeremia 17,9 deutlich ausgesprochen. Und dann auch der unrealistische Anspruch des “täglich”!
Beat St. 17:34 | 24. Mai 2009 | #
Kurze klärende Nachfrage an Reiner: Was meinst du mit “unrealistischer Anspruch des ‘täglich’”?
Ansonsten würde ich mich dem Kommentar anschliessen.
Meine Haare haben keinen eigenen Sinn, abgesehen von denen, die morgens quer stehen. Ich hab aber den Eindruck, dass ich über meine Haare bestimmen kann, während mein Herz oft über mich zu bestimmen scheint.
Reiner B. 20:10 | 24. Mai 2009 | #
Das menschliche “Herz” ist eine Welt voll von Annahmen, Konstrukten, Mustern, Vorhaben, Absichten, Verdrahtungen, Brutstätten…..
Mein Haar habe ich am Morgen in 2 Minuten “in Ordnung” gebracht, so daß ich sagen kann: Ich bin okay!
Was ich täglich kann, ist, daß ich schaue, daß ich reflektiere, meine Motive anschaue, während mehreren Tagen eine Bibelstelle versuche zu integrieren etc. Aber das meiste ist mir ja gar nicht bewußt.
Daher ist es der TOTALE Wahnsinn und Selbstüberschätzung, täglich das Herz in Ordnung zu bringen! (also recht verstanden: “Ordnung” heißt für mich – verglichen mit den Haaren – jetzt bin ich okay, alles ist geordnet!
Und übrigens: Jetzt nicht kommen mit Vergebung etc. etc. etc., und in Jesus sind wir ja rein. Das ist super, hat aber nichts mit “Ordnen” zu tun. Das hatte ja die indische “Weisheit” ja wohl definitiv auch nicht im Sinn….
Beat St. 00:45 | 25. Mai 2009 | #
Aha. In die Richtung hab ich das auch gedacht. Wenn Ordnung herrscht, dann kehren auch Ruhe und Frieden ein. Nur erlebe ich ja eben im Gegensatz zu meinen Haaren, die ich eben sehr schnell ordnen kann, dass meine Emotionen regelmässig mit mir durchgehen und mich bestimmen. Da herrscht dann regelrecht Krieg mit mir selber. Ordnung in meine Gefühle und Gedanken zu bringen, benötigt einiges mehr an Aufwand, als Ordnung in meine sich lichtende Haarpracht. Von daher stimme ich Reiner zu, wenn er sagt, das sei in einem Tag nicht möglich.
Jonathan B. 14:16 | 25. Mai 2009 | #
Lichtende Haarpracht
Naja. Die Haare und das Herz; da geht es doch rein bildhaft um das Äussere und das Innere. Eine sture Analogie von Haarpflege und Herzenspflege oder -ordnung ist natürlich Quatsch. Das will ja auch nicht gesagt sein. Das Zitat hat was.
Reiner B. 14:56 | 25. Mai 2009 | #
Das Zitat ist naiv. Es gaukelt eine (fromme) Machbarkeit vor, die die Einfältigen (auch nicht wenige Christen) sinnlos unter Druck bringt. Dabei versäumen sie schließlich das Wesentliche.
@ Jonathan: Du sagst,was nicht gemeint ist, – aber was soll denn ausgesagt werden?
Jonathan B. 15:48 | 25. Mai 2009 | #
Ich stimme absolut zu, dass der Mensch sein Herz nicht täglich in Ordnung bringen kann. Und ich stimme auch zu, dass es eine Machbarkeit vorgaukelt, die unter Druck bringen kann und bringt.
Ich will das Zitat auch nicht ungebührend verteidigen. Das “machen” ist im Herzensbereich schwierig und darum ist das Zitat problematisch.
“Acht haben auf”, anstatt “in Ordnung bringen” fände ich besser. Mit dem Hinweis auf die Bedeutsamkeit des Herzens und der Relativierung der “Haare” endet der Aussagewert des Zitates. Wo das Zitat weitergeht, fängt es an zu kranken.
Reiner B. 16:01 | 25. Mai 2009 | #
Cool. Dann transformieren wir doch das Zitat zu einer Schweizer Weisheit: Der Mensch achtet Tag für Tag auf sein Äußeres, so sollte er auch auf sein inneres Leben achthaben.