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21:12 | 8. Januar 2010 | # |
“Den Matthäus-Effekt leiten Soziologen in Anlehnung an ein berühmtes Zitat aus dem biblischen Gleichnis von den anvertrauten Talenten im Matthäus-Evangelium (Kapitel 25, Vers 29) ab: ›Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden.‹ Der Effekt besagt, Glück und Erfolg stecken an. Einmal da, vermehren sie sich nahezu automatisch und exponenziell. Der US-Soziologe Robert K. Merton formulierte 1968 dieses Prinzip der positiven Rückkopplung auch als success breeds success. Menton bezog seine These damals allerdings auf die Zitierhäufigkeit bekannter Wissenschaftsautoren: Er konnte nachweisen, dass prominente Autoren aufgrund ihres Bekanntheitsgrades wesentlich häufiger zitiert wurden als unbekannte, was wiederum die Prominenz der Gurus noch weiter steigerte.”
Autor: Mai Jochen