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	<title>Kommentare zu: &#8220;Der wichtigste Bestandteil einer jeden Beziehung ist nicht, was wir sagen oder tun, sondern was wir sind.&#8221;</title>
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	<description>Die persönliche Zitatesammlung</description>
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		<item>
		<title>Von: Jonathan B.</title>
		<link>http://gettingcloser.ch/634/comment-page-1#comment-1134</link>
		<dc:creator>Jonathan B.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 13:43:05 +0000</pubDate>
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		<description>Ja das ist spannend! Auch f&#252;r mich ist Komplementarit&#228;t zu einer enorm wichtigen Denkweise geworden. Darin wird die Sch&#246;nheit der Vielfalt erst ersichtlich und Einheit erst zu rechter Einheit. So absolut sage ich das jetzt mal ;) Bouquet-Denken!
Im Bezug auf &quot;Was k&#246;nnen wir wissen?&quot; (Kant), bin ich aber schon viel optimistischer als zum Beispiel Kant. Ich w&#252;rde da zwar von subjektiv-objektiven Wahrheiten reden, aber mit der Betonung auf objektiv! Subjektiv ist von mir aus keine Relativierung des Gedachten! Alles ist subjektiv-objektiv, ich denke sogar Gott nimmt so wahr. Nur ist seine Subjektivit&#228;t ganz Norm-objektiv, w&#228;hrenddem unsere Subjektivit&#228;t ganz partikular-objektiv ist. Gedachtes kann eigentlich f&#252;r alle Relevanz haben, aber unsere partikular-Objektivit&#228;t m&#252;ssen wir eben als solche sprachlich kennzeichnen. So wird Denken und Teilen von Erkenntnis viel positiver als in der Atmosph&#228;re einer bodenlosen Subjekt-Relativit&#228;ts-Betonung. Weiss nicht ob ich wiedermal H&#228;resien aufstelle... sigh
Korrektur erw&#252;nscht...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja das ist spannend! Auch f&#252;r mich ist Komplementarit&#228;t zu einer enorm wichtigen Denkweise geworden. Darin wird die Sch&#246;nheit der Vielfalt erst ersichtlich und Einheit erst zu rechter Einheit. So absolut sage ich das jetzt mal <img src='http://gettingcloser.ch/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Bouquet-Denken!<br />
Im Bezug auf &#8220;Was k&#246;nnen wir wissen?&#8221; (Kant), bin ich aber schon viel optimistischer als zum Beispiel Kant. Ich w&#252;rde da zwar von subjektiv-objektiven Wahrheiten reden, aber mit der Betonung auf objektiv! Subjektiv ist von mir aus keine Relativierung des Gedachten! Alles ist subjektiv-objektiv, ich denke sogar Gott nimmt so wahr. Nur ist seine Subjektivit&#228;t ganz Norm-objektiv, w&#228;hrenddem unsere Subjektivit&#228;t ganz partikular-objektiv ist. Gedachtes kann eigentlich f&#252;r alle Relevanz haben, aber unsere partikular-Objektivit&#228;t m&#252;ssen wir eben als solche sprachlich kennzeichnen. So wird Denken und Teilen von Erkenntnis viel positiver als in der Atmosph&#228;re einer bodenlosen Subjekt-Relativit&#228;ts-Betonung. Weiss nicht ob ich wiedermal H&#228;resien aufstelle&#8230; sigh<br />
Korrektur erw&#252;nscht&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: Reiner B.</title>
		<link>http://gettingcloser.ch/634/comment-page-1#comment-1132</link>
		<dc:creator>Reiner B.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 15:28:45 +0000</pubDate>
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		<description>Spannend.
Hier ein paar kleine erg&#228;nzende Aspekte bzw. Pr&#228;zisierungen:
1) &quot;Nur&quot; hei&#223;t, es ist nicht die einzig g&#252;ltige oder m&#246;gliche Sicht. Eine christliche Sicht der Dinge ist eine Sicht neben anderen. Mit dem &quot;Nur&quot; ist f&#252;r mich keine Abwertung, aber eine Relativierung verbunden. Ganz anders ist &quot;die Sicht Gottes&quot; oder die &quot;Sicht der Heiligen Schrift&quot;, das sind f&#252;r mich(!) &quot;objektive&quot; Sichtweisen (das ist eines meiner pers&#246;nlichen Axiome, die ich auch hochhalte, auch gegen&#252;ber s&#228;kularen Kolleg/innen) – aber diese Sichtweisen sind nicht identisch mit den unsrigen. Als Christen k&#246;nnen wir uns immer nur Gott oder der Heiligen Schrift ann&#228;hern, aber nie sagen: So (und nur so) denkt Gott oder So (und nur so) sagt die Heilige Schrift. Mit meinem &quot;nur&quot; wollte ich die Komplmentarit&#228;t wahren und vor allem auch Allmachtphantasien bzw. Allenwissensphantasien abwehren, denen wir Christen manchmal zu schnell erliegen.
2) Komplementariat ist f&#252;r mich ein Schl&#252;sselbegriff! Darum ist auch meine &#220;berzeugung, da&#223; sowohl das Handeln dem Sein folgt UND da&#223; das Sein dem Handeln folgt. Drum  formulierte ich ja, da&#223; sich beides bedingt. Drum w&#252;rde ich auch beides unterschreiben! (ich w&#252;rde aber nicht mehr nur das eine unterschreiben).
3) Da&#223; unser menschliches Sein unserem Zugriff entzogen ist: Da m&#252;&#223;te ich pr&#228;zisieren: Es ist unserem direkten Zugriff entzogen. Wir k&#246;nnen nicht unmittelbar mit unserem Sein / Identit&#228;t / Profil / Berufung / Lebensbestimmung etwas &quot;machen&quot;. Wir k&#246;nnen jedoch uns auseinandersetzen, in Beziehungen treten (auch unangenehme, ungewohnte), interagieren – und das &quot;macht&quot; &quot;etwas&quot; mit unserem &quot;Sein&quot;.
4) Meine obige soziologisch orientierte Aussage w&#252;rde ich nat&#252;rlich insofern noch erg&#228;nzen, da&#223; sich das &quot;Sein&quot; nicht nur durch die Auseinandersetzung mit der &quot;Welt&quot; bildet (das w&#228;re &quot;nur&quot; die innerweltiche Sicht, aber auch wichtig ;-)) – sondern als Christ und Theologe und nach meiner &#220;berzeugung ist ja jedem Menschen &quot;von Ewigkeit her&quot; ein individuell-bestimmetes Sein von Gott geschenkt (jeder Mensch ist ein Gedanke Gottes). Also auch hier ganz sicher Komplementarit&#228;t! Die Dimension des Reiches Gottes ist dann sowie f&#252;r einen Christ auch so etwas wie &quot;Umwelt&quot;!
5) Und zur Bedeutung von &quot;Theorien&quot;: Sie sind ja nie die &quot;Wahrheit&quot;. Aber sie helfen, sich besser einen Reim machen zu k&#246;nnen auf die &quot;Wirklichkeit&quot;, sie besser zu verstehen, zu erfassen, zu deuten. Drum ist ja auch sch&#246;n, da&#223; Theorien sich auch weiterentwickeln (d&#252;rfen)....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Spannend.<br />
Hier ein paar kleine erg&#228;nzende Aspekte bzw. Pr&#228;zisierungen:<br />
1) &#8220;Nur&#8221; hei&#223;t, es ist nicht die einzig g&#252;ltige oder m&#246;gliche Sicht. Eine christliche Sicht der Dinge ist eine Sicht neben anderen. Mit dem &#8220;Nur&#8221; ist f&#252;r mich keine Abwertung, aber eine Relativierung verbunden. Ganz anders ist &#8220;die Sicht Gottes&#8221; oder die &#8220;Sicht der Heiligen Schrift&#8221;, das sind f&#252;r mich(!) &#8220;objektive&#8221; Sichtweisen (das ist eines meiner pers&#246;nlichen Axiome, die ich auch hochhalte, auch gegen&#252;ber s&#228;kularen Kolleg/innen) – aber diese Sichtweisen sind nicht identisch mit den unsrigen. Als Christen k&#246;nnen wir uns immer nur Gott oder der Heiligen Schrift ann&#228;hern, aber nie sagen: So (und nur so) denkt Gott oder So (und nur so) sagt die Heilige Schrift. Mit meinem &#8220;nur&#8221; wollte ich die Komplmentarit&#228;t wahren und vor allem auch Allmachtphantasien bzw. Allenwissensphantasien abwehren, denen wir Christen manchmal zu schnell erliegen.<br />
2) Komplementariat ist f&#252;r mich ein Schl&#252;sselbegriff! Darum ist auch meine &#220;berzeugung, da&#223; sowohl das Handeln dem Sein folgt UND da&#223; das Sein dem Handeln folgt. Drum  formulierte ich ja, da&#223; sich beides bedingt. Drum w&#252;rde ich auch beides unterschreiben! (ich w&#252;rde aber nicht mehr nur das eine unterschreiben).<br />
3) Da&#223; unser menschliches Sein unserem Zugriff entzogen ist: Da m&#252;&#223;te ich pr&#228;zisieren: Es ist unserem direkten Zugriff entzogen. Wir k&#246;nnen nicht unmittelbar mit unserem Sein / Identit&#228;t / Profil / Berufung / Lebensbestimmung etwas &#8220;machen&#8221;. Wir k&#246;nnen jedoch uns auseinandersetzen, in Beziehungen treten (auch unangenehme, ungewohnte), interagieren – und das &#8220;macht&#8221; &#8220;etwas&#8221; mit unserem &#8220;Sein&#8221;.<br />
4) Meine obige soziologisch orientierte Aussage w&#252;rde ich nat&#252;rlich insofern noch erg&#228;nzen, da&#223; sich das &#8220;Sein&#8221; nicht nur durch die Auseinandersetzung mit der &#8220;Welt&#8221; bildet (das w&#228;re &#8220;nur&#8221; die innerweltiche Sicht, aber auch wichtig <img src='http://gettingcloser.ch/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ) – sondern als Christ und Theologe und nach meiner &#220;berzeugung ist ja jedem Menschen &#8220;von Ewigkeit her&#8221; ein individuell-bestimmetes Sein von Gott geschenkt (jeder Mensch ist ein Gedanke Gottes). Also auch hier ganz sicher Komplementarit&#228;t! Die Dimension des Reiches Gottes ist dann sowie f&#252;r einen Christ auch so etwas wie &#8220;Umwelt&#8221;!<br />
5) Und zur Bedeutung von &#8220;Theorien&#8221;: Sie sind ja nie die &#8220;Wahrheit&#8221;. Aber sie helfen, sich besser einen Reim machen zu k&#246;nnen auf die &#8220;Wirklichkeit&#8221;, sie besser zu verstehen, zu erfassen, zu deuten. Drum ist ja auch sch&#246;n, da&#223; Theorien sich auch weiterentwickeln (d&#252;rfen)&#8230;.</p>
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	<item>
		<title>Von: Jonathan B.</title>
		<link>http://gettingcloser.ch/634/comment-page-1#comment-1129</link>
		<dc:creator>Jonathan B.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 14:40:48 +0000</pubDate>
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		<description>Eine christliche Sicht ist nie &quot;nur&quot;. Aber hat sicher etwas.

Was der Angesprochene mitnehmen soll ist nur neo-Gnostikern offenbar ;-)
Nein, joke! Aber ich denke es ist tats&#228;chlich etwas zu Ersp&#252;rendes. Du hast ja definitiv einfach einen anderen Zugang dazu als ich. Aus meiner Perspektive sehe ich diese Aussage als ausgesprochener Teil, den ich in Einklang, in Komplementarit&#228;t zu anderem wahrnehme, anbaue und so als stimmig erachte. Der ganze Hinterbau will nat&#252;rlich auch reflektiert sein, ist er auch (resp. ongoing work in progress), aber eben auch immer in &#220;berarbeitung.

...also: du w&#252;rdest agere sequitur esse nicht mehr unterschreiben, wenn ich recht verstehe. Das ist interessant! Esse sequitur agere klingt irgendwie auch recht j&#252;disch. hmm.. hat sicher beides etwas, obwohl beides nicht einfach ist. 

Wir kommen in eine Diskussion was Sein ist und das finde ich enorm spannend, aber auch so grundlegend, dass ich denke, es ist einfacher das m&#252;ndlich zu machen. Das braucht gerade ein bisschen mehr Zeit als ich mir jetzt daf&#252;r nehmen kann.
Nur deine Aussage, dass unser Sein &quot;unserem Zugriff entzogen&quot; ist, finde ich dann irgendwie inkoh&#228;rent zu deiner Behauptung, dass wir zur &quot;Bildung&quot; unseres Seins beitragen k&#246;nnen. Hat f&#252;r mich auch etwas Fatalistisches, das einer Haltung entspringt, dass Gott monokausal alles Sein bestimmt. Wenn du das glaubst, was ich nicht glaube, dann glaube ich, dass das ganze noch viel komplizierter wird. Auf jedenfall reden wir wenn wir von Sein reden nicht immer vom selben. 

Ich finde das uns &#220;bersteigende, das du auch in deinem letzten Zitat andeutest, etwas sehr Wichtiges und Sch&#246;nes! 
Die Sozialisationstheorie ist sicher logisch und auch n&#252;tzlich um einander besser zu verstehen. Solange sie nicht in Determinismus ausartet und Schuld g&#228;nzlich negiert, sondern in Einklang mit der W&#252;rde der Freiheit gebracht wird, ist sie aus meiner Sicht nicht falsch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine christliche Sicht ist nie &#8220;nur&#8221;. Aber hat sicher etwas.</p>
<p>Was der Angesprochene mitnehmen soll ist nur neo-Gnostikern offenbar <img src='http://gettingcloser.ch/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
Nein, joke! Aber ich denke es ist tats&#228;chlich etwas zu Ersp&#252;rendes. Du hast ja definitiv einfach einen anderen Zugang dazu als ich. Aus meiner Perspektive sehe ich diese Aussage als ausgesprochener Teil, den ich in Einklang, in Komplementarit&#228;t zu anderem wahrnehme, anbaue und so als stimmig erachte. Der ganze Hinterbau will nat&#252;rlich auch reflektiert sein, ist er auch (resp. ongoing work in progress), aber eben auch immer in &#220;berarbeitung.</p>
<p>&#8230;also: du w&#252;rdest agere sequitur esse nicht mehr unterschreiben, wenn ich recht verstehe. Das ist interessant! Esse sequitur agere klingt irgendwie auch recht j&#252;disch. hmm.. hat sicher beides etwas, obwohl beides nicht einfach ist. </p>
<p>Wir kommen in eine Diskussion was Sein ist und das finde ich enorm spannend, aber auch so grundlegend, dass ich denke, es ist einfacher das m&#252;ndlich zu machen. Das braucht gerade ein bisschen mehr Zeit als ich mir jetzt daf&#252;r nehmen kann.<br />
Nur deine Aussage, dass unser Sein &#8220;unserem Zugriff entzogen&#8221; ist, finde ich dann irgendwie inkoh&#228;rent zu deiner Behauptung, dass wir zur &#8220;Bildung&#8221; unseres Seins beitragen k&#246;nnen. Hat f&#252;r mich auch etwas Fatalistisches, das einer Haltung entspringt, dass Gott monokausal alles Sein bestimmt. Wenn du das glaubst, was ich nicht glaube, dann glaube ich, dass das ganze noch viel komplizierter wird. Auf jedenfall reden wir wenn wir von Sein reden nicht immer vom selben. </p>
<p>Ich finde das uns &#220;bersteigende, das du auch in deinem letzten Zitat andeutest, etwas sehr Wichtiges und Sch&#246;nes!<br />
Die Sozialisationstheorie ist sicher logisch und auch n&#252;tzlich um einander besser zu verstehen. Solange sie nicht in Determinismus ausartet und Schuld g&#228;nzlich negiert, sondern in Einklang mit der W&#252;rde der Freiheit gebracht wird, ist sie aus meiner Sicht nicht falsch.</p>
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	<item>
		<title>Von: Reiner B.</title>
		<link>http://gettingcloser.ch/634/comment-page-1#comment-1127</link>
		<dc:creator>Reiner B.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 12:06:02 +0000</pubDate>
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		<description>&#246;hm, und was soll der vom Verfasser Ansprochene aus dem Zitat f&#252;r sich mitnehmen? Sich eingraben?
&quot;Was wir sind&quot; – das ist ja unserem Zugriff entzogen.
Du magst Recht haben, da&#223; der Mensch hier nicht &quot;auseinandergenommen wird&quot;, und doch ist hier eine Wertung drin, die ich nicht nachvollziehen kann.
Das tr&#228;gt ja gerade (auch!) zur Bildung des pers&#246;nlichen Seins bei, da&#223; ein Mensch sein Sein &#252;berschreitet – z.B. den Mund &quot;zu voll&quot; nimmt. F&#252;r Unreflektierte t&#246;nt das zwar immer negativ, er&#246;ffnet aber mitunter gerade ein ganz neues Feld f&#252;r die Entwicklung des Seins, das dazu einl&#228;dt, lernend eingenommen zu werden. Insofern bin ich z.B. auch nicht wirklich &#252;berzeugt von dem Satz, da&#223; &quot;man&quot; nur soweit predigen k&#246;nne, &quot;wie man selbst ist&quot;. Das hat etwas Schwaches. 
Ich w&#252;rde mal so sagen: Das Zitat ist anregend, aber nicht wirklich hilfreich. &#196;u&#223;eres und Inneres, Handeln und Sein des Menschen &lt;strong&gt;bedingen &lt;/strong&gt;einander. Das eine ist nicht prinzipiell die Voraussetzung des anderen.
Ach ja, und das noch: Habe mich in der letzten Zeit viel mit der Sozialisationstheorie auseinandergesetzt. Auf die K&#252;rze: Das Sein &quot;ist&quot; nicht einfach, sondern bildet sich durch Ber&#252;hrung/Begegnung/Auseinandersetzung mit der Umwelt. Das hei&#223;t: Durch das Handeln, Reagieren, Umgehen mit der Umwelt, Reden und H&#246;ren bildet sich die je eigene Identit&#228;t und Welt-Anschauung des Menschen. Finde ich (auch) sehr beherzenswert. Vielleicht ist das obige Zitat (nur) eine christliche Sicht auf den Menschen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#246;hm, und was soll der vom Verfasser Ansprochene aus dem Zitat f&#252;r sich mitnehmen? Sich eingraben?<br />
&#8220;Was wir sind&#8221; – das ist ja unserem Zugriff entzogen.<br />
Du magst Recht haben, da&#223; der Mensch hier nicht &#8220;auseinandergenommen wird&#8221;, und doch ist hier eine Wertung drin, die ich nicht nachvollziehen kann.<br />
Das tr&#228;gt ja gerade (auch!) zur Bildung des pers&#246;nlichen Seins bei, da&#223; ein Mensch sein Sein &#252;berschreitet – z.B. den Mund &#8220;zu voll&#8221; nimmt. F&#252;r Unreflektierte t&#246;nt das zwar immer negativ, er&#246;ffnet aber mitunter gerade ein ganz neues Feld f&#252;r die Entwicklung des Seins, das dazu einl&#228;dt, lernend eingenommen zu werden. Insofern bin ich z.B. auch nicht wirklich &#252;berzeugt von dem Satz, da&#223; &#8220;man&#8221; nur soweit predigen k&#246;nne, &#8220;wie man selbst ist&#8221;. Das hat etwas Schwaches.<br />
Ich w&#252;rde mal so sagen: Das Zitat ist anregend, aber nicht wirklich hilfreich. &#196;u&#223;eres und Inneres, Handeln und Sein des Menschen <strong>bedingen </strong>einander. Das eine ist nicht prinzipiell die Voraussetzung des anderen.<br />
Ach ja, und das noch: Habe mich in der letzten Zeit viel mit der Sozialisationstheorie auseinandergesetzt. Auf die K&#252;rze: Das Sein &#8220;ist&#8221; nicht einfach, sondern bildet sich durch Ber&#252;hrung/Begegnung/Auseinandersetzung mit der Umwelt. Das hei&#223;t: Durch das Handeln, Reagieren, Umgehen mit der Umwelt, Reden und H&#246;ren bildet sich die je eigene Identit&#228;t und Welt-Anschauung des Menschen. Finde ich (auch) sehr beherzenswert. Vielleicht ist das obige Zitat (nur) eine christliche Sicht auf den Menschen?</p>
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	<item>
		<title>Von: Jonathan B.</title>
		<link>http://gettingcloser.ch/634/comment-page-1#comment-1126</link>
		<dc:creator>Jonathan B.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 11:36:21 +0000</pubDate>
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		<description>Der Mensch wird hier ja auch nicht in Bestandteile zerlegt. Es geht hier nicht um einen Angriff auf oder eine Entwertung der Sinne. Die Betonung des Seins steht hier in keinster Weise in Opposition zur Sinnlichkeit, Ganzheitlichkeit und zur &quot;R&#252;ckverwandlung&quot; in das Bild Gottes. Es geht auch nicht um ein sinn-loses Sein, das sich nicht manifestieren kann. Es geht hier nicht um Anthropologie, sondern darum, dass das Verhalten aus dem Sein kommt. Es geht um Reihenfolge, um agere sequitur esse. Die Qualit&#228;t der Beziehung entspringt der Identit&#228;t der Gegen&#252;ber, nicht aus technischen Transaktionen. Die Grundlage des Begegnens und somit des rechten Sinngebrauchs ist in unserer Identit&#228;t, unserem Sein bedingt und deswegen ist das Sein auch, sei es frei oder gebunden in Partikularit&#228;t oder ganz, vorgehend entscheidend f&#252;r das Tun. 

Summa summarum: Techniken und Methoden &lt;em&gt;sind abh&#228;ngig&lt;/em&gt; von der Sprache die das Leben spricht. Darum m&#252;ssen wir aufpassen, dass wir uns in Beziehungen nicht von den  Techniken und Methoden das Heil erhoffen. Dass das Verh&#228;ltnis von Techniken und Methoden nicht zu einer Konkurrenz zum Sein (zur Lebenssprache) wird, das ist wichtig. Die &quot;Wenn du das sagst und das machst, dann klappts!&quot;-Haltung ist oft eine egoistische, lieblose &quot;survival of the fittest&quot;-Strategie und kann Methoden-G&#246;tzendienst werden, der Beziehungen ihrem Ziel der Liebe entfremdet.

Von dem losgesagt im Namen Jesu, wird der Sinngebrauch enorm beziehungsstiftend. Dann beginnen Methoden und Techniken organisch zu leben und schaffen Beziehung. Sie finden nat&#252;rlicherweise statt, ohne dass sie gross gesucht wurden. Dann wandeln sich transaktionale Interaktionen zu transformativen Interaktionen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mensch wird hier ja auch nicht in Bestandteile zerlegt. Es geht hier nicht um einen Angriff auf oder eine Entwertung der Sinne. Die Betonung des Seins steht hier in keinster Weise in Opposition zur Sinnlichkeit, Ganzheitlichkeit und zur &#8220;R&#252;ckverwandlung&#8221; in das Bild Gottes. Es geht auch nicht um ein sinn-loses Sein, das sich nicht manifestieren kann. Es geht hier nicht um Anthropologie, sondern darum, dass das Verhalten aus dem Sein kommt. Es geht um Reihenfolge, um agere sequitur esse. Die Qualit&#228;t der Beziehung entspringt der Identit&#228;t der Gegen&#252;ber, nicht aus technischen Transaktionen. Die Grundlage des Begegnens und somit des rechten Sinngebrauchs ist in unserer Identit&#228;t, unserem Sein bedingt und deswegen ist das Sein auch, sei es frei oder gebunden in Partikularit&#228;t oder ganz, vorgehend entscheidend f&#252;r das Tun. </p>
<p>Summa summarum: Techniken und Methoden <em>sind abh&#228;ngig</em> von der Sprache die das Leben spricht. Darum m&#252;ssen wir aufpassen, dass wir uns in Beziehungen nicht von den  Techniken und Methoden das Heil erhoffen. Dass das Verh&#228;ltnis von Techniken und Methoden nicht zu einer Konkurrenz zum Sein (zur Lebenssprache) wird, das ist wichtig. Die &#8220;Wenn du das sagst und das machst, dann klappts!&#8221;-Haltung ist oft eine egoistische, lieblose &#8220;survival of the fittest&#8221;-Strategie und kann Methoden-G&#246;tzendienst werden, der Beziehungen ihrem Ziel der Liebe entfremdet.</p>
<p>Von dem losgesagt im Namen Jesu, wird der Sinngebrauch enorm beziehungsstiftend. Dann beginnen Methoden und Techniken organisch zu leben und schaffen Beziehung. Sie finden nat&#252;rlicherweise statt, ohne dass sie gross gesucht wurden. Dann wandeln sich transaktionale Interaktionen zu transformativen Interaktionen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Reiner B.</title>
		<link>http://gettingcloser.ch/634/comment-page-1#comment-1124</link>
		<dc:creator>Reiner B.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 19:22:20 +0000</pubDate>
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		<description>W&#252;&#223;te doch gerne, wie das zu begr&#252;nden ist, den Menschen so wertend in seine Bestandteile zu zerlegen. Ich glaube, da&#223; ist s&#252;ndiges Denken, das zumindest nicht gepflegt werden sollte. Aus ph&#228;nomenologischer Perspektive ist sogar das &quot;Riechen&quot; oder auch das Tasten mit beziehungsstiftend.
Vor allem w&#252;&#223;te ich gerne, wie das &quot;Sein&quot; beziehungsstiftend sein soll, wenn es sich nicht manifestieren kann..... und da geh&#246;rt doch das Kommunizieren oder auch das Handeln dazu.... Spannend aus hebr&#228;ischer Perspektive: Das Ohr ist pars pro toto f&#252;rs ganze Mensch-SEIN! Wie wichtig Jesus gerade das Kommunizieren k&#246;nnen ist, wird ja deutlich an der Heilung der Taubstummen. Die Heilungen sind real geschehen, haben aber mit Sicherheit auch ein geistliche Sinnbildlichkeit!
Summa summarum: Christsein umfa&#223;t die &quot;R&#252;ckverwandlung&quot; in Gottes Bild, und dazu geh&#246;rt nach meiner Auffassung auch ein integrativer Ansatz, da&#223; der Mensch wieder &quot;ganz&quot; wird – wo Sein, Handeln, Reden, F&#252;hlen, Empfangen etc. etc. wieder miteinander &quot;stimmig&quot; sind und mit Gott &quot;schwingen&quot;...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>W&#252;&#223;te doch gerne, wie das zu begr&#252;nden ist, den Menschen so wertend in seine Bestandteile zu zerlegen. Ich glaube, da&#223; ist s&#252;ndiges Denken, das zumindest nicht gepflegt werden sollte. Aus ph&#228;nomenologischer Perspektive ist sogar das &#8220;Riechen&#8221; oder auch das Tasten mit beziehungsstiftend.<br />
Vor allem w&#252;&#223;te ich gerne, wie das &#8220;Sein&#8221; beziehungsstiftend sein soll, wenn es sich nicht manifestieren kann&#8230;.. und da geh&#246;rt doch das Kommunizieren oder auch das Handeln dazu&#8230;. Spannend aus hebr&#228;ischer Perspektive: Das Ohr ist pars pro toto f&#252;rs ganze Mensch-SEIN! Wie wichtig Jesus gerade das Kommunizieren k&#246;nnen ist, wird ja deutlich an der Heilung der Taubstummen. Die Heilungen sind real geschehen, haben aber mit Sicherheit auch ein geistliche Sinnbildlichkeit!<br />
Summa summarum: Christsein umfa&#223;t die &#8220;R&#252;ckverwandlung&#8221; in Gottes Bild, und dazu geh&#246;rt nach meiner Auffassung auch ein integrativer Ansatz, da&#223; der Mensch wieder &#8220;ganz&#8221; wird – wo Sein, Handeln, Reden, F&#252;hlen, Empfangen etc. etc. wieder miteinander &#8220;stimmig&#8221; sind und mit Gott &#8220;schwingen&#8221;&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: Jonathan B.</title>
		<link>http://gettingcloser.ch/634/comment-page-1#comment-1122</link>
		<dc:creator>Jonathan B.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 14:13:12 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;&quot;... Und wenn unsere Worte und Taten oberfl&#228;chlichen Beziehungstechniken (der Image-Ethik) statt unserem eigenen Kern (der Charakter-Ethik) entspringen, dann werden auch die anderen diese Duplizit&#228;t sp&#252;ren.&quot;&lt;/blockquote&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;&#8230; Und wenn unsere Worte und Taten oberfl&#228;chlichen Beziehungstechniken (der Image-Ethik) statt unserem eigenen Kern (der Charakter-Ethik) entspringen, dann werden auch die anderen diese Duplizit&#228;t sp&#252;ren.&#8221;</p></blockquote>
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