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  • 21:49 | 15. Januar 2010 | # | 10 Kommentare

    “Die Sprache ist die Mutter, nicht die Magd des Gedankens.”

    Autor:

     

Kommentare

  • Jonathan B. 22:06 | 15. Januar 2010 | #

    Hans Joachim Störig bezeichnet Sprache als das “unentrinnbare Medium unseres Denkens” und “vielleicht als seine Grenze”. Sagt etwas Vergleichbares aus.

  • Reiner B. 22:16 | 15. Januar 2010 | #

    Nein, das steht dem Zitat entgegen

  • Jonathan B. 22:21 | 15. Januar 2010 | #

    Dann leuchtet mir das Zitat nicht ein.

  • Reiner B. 22:25 | 15. Januar 2010 | #

    Ich verstehe das Zitat so: Man muß Sprache erworben haben, um denken zu können.
    Dein Zitat sagt: Sprache ist (”nur”) das Medium, also der Kanal des Denkens / für das Denken.

  • Jonathan B. 22:41 | 15. Januar 2010 | #

    Ja, was Störig meint ist ganz simpel: kein Denken ohne Sprache. Von daher gibts wie bei deinem Zitat die Abhängigkeit des Denkens von Sprache. Sprachlos denken Fehlanzeige.

  • Reiner B. 22:46 | 15. Januar 2010 | #

    Oki.
    Immerhin ist interessant, daß “Beten” “funktioniert”, ohne daß man “denken” (bzw. “wissen”) können muß…. So jedenfalls würde ich hier Römer 8,26 verstehen…

  • Jonathan B. 22:52 | 15. Januar 2010 | #

    hmm. Oder auch “Der Geist seufzt (und denkt) für uns”, weil wir nicht wissen (denken) was beten. Diese Stellvertretung entlastet schon ja, da müssen wir wirklich nichts denken und trotzdem betet der Geist in uns!

  • Reiner B. 22:59 | 15. Januar 2010 | #

    ja, eben, es ist wie wenn das Denken und das Reden zu Gott vorübergehend ausgelagert sind. großartig.
    Und noch überraschender: Wenn die Jünger (also wir Christen) schweigen, dann “schreien” die Steine! ganz ohne Denken? (Lukas 19,40)… aber vielleicht lernen sie dabei das Denken?
    Und dann denke ich noch: Wenn Menschen reden und reden und reden über Gott, – dann hat das vermutlich was Theologiebildendes…. generiert Denken…

  • Jonathan B. 18:18 | 16. Januar 2010 | #

    :-) wirklich ein crazy topic! Die ganze Schöpfung seufzt ja, nur tut sie das sicher nicht in einem bewussten Denkakt. Dieses Seufzen ist aber gar nicht so einfach zu deuten. Es bezieht sich wohl auf eine Sehnsucht nach einem friedlichen, paradiesischen (vor-survival-of-the-fittest?) Zustand. Aber auch dieses Sehnen können wir ja nicht als bewussten Denkakt der Schöpfung verstehen. Es ist wohl einfach die Gefallenheit, von der sie ohne es zu wissen oder denken, befreit werden möchte, wenn sie denken könnte. ;-) Dass die Schöpfung, seien es Steine etc., situativ “denken lernen”, scheint mir recht fremd. Poesie, oder? Pantheisten / Animisten wollen wir ja nicht werden… und ich glaube auch nicht, dass die Stellen so verstanden werden dürfen, als wäre die Natur beseelt.
    Kommunizieren ist wohl eine Chronologie von in Sprache denken – die Gedanken in Sprache reden/darstellen – die gehörte/empfangene Sprache denkend einordnen; und das ganze von vorne. Sprache und Denken ist unzertrennbar, und deswegen ist meines Erachtens “denken” einfach ein Synonym für “inwendiges reden und hören” oder “internes Gespräch”. Festgehaltene Sprache, sei es geschrieben, aufgezeichnet etc., ist einfach festgehaltener Gedanke.

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