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22:44 | 1. Februar 2010 | # |
“Das Böse ist für niemanden unerreichbar.”
Autor: Dekker Ted
“Aber kann sich ein Mensch selbst aus der Reichweite des Bösen bringen?”, fragte Kevin.
(…)
“Das ist die Frage”, sagte Dr. Francis. “Kann der Mensch aus der Reichweite des Bösen gelangen? Ich glaube nicht. Zumindest nicht zu Lebzeiten.”
“Dann sind alle Menschen zu einem Leben verdammt, das vom Bösen bestimmt ist”, sagte Kevin.
(…)
“Ein lebenlanges Ringen mit dem Bösen, nicht ein Leben, das dem Bösen unterworfen ist”, stellt Dr. Francis klar.
“Wählt der Mensch demnach nur das Böse, oder erschafft er es selbst?”, fragte Kevin der von seiner ursprünglichen Frage bereits eine ganze Reihe von Gedanken weiter war. “Ist das Böse eine Kraft, die im menschlichen Blut schwimmt und versucht, ins Herz zu gelangen, oder kommt es von außen an den Menschen heran und will gestaltet werden?”
“Ich würde eher sagen, dass der Mensch das Böse wählt, als dass er es erschafft. Die menschliche Natur ist aufgrund des Sündenfalls vom Bösen durchtränkt. Wir sind alle böse.”
“Und wir sind alle gut”, sagte Kevin zum Rhythmus seiner wippenden Zehen. “Das Gute, das Böse und das Schöne.”
Dr. Francis nickte, als sein Gegenüber die von ihm geprägte Formulierung benutzte. Sie bezog sich auf den Menschen, der nach Gottes Bild geschaffen war, den schönen Menschen, der zwischen dem Guten und dem Bösen hin und her gerissen wurde.
Simon R. 22:48 | 1. Februar 2010 | #
“Das Gute, das Böse und das Schöne.” Dieses nicht blos auf gut und böse reduzieren, sondern das Schöne auch im Blickfeld zu haben, gefällt mir. Spannender Gedanken, dessen Umsetzung aber nicht einfach sein wird.
Jonathan B. 21:20 | 3. Februar 2010 | #
Ich finde es auch schön unsere Wirklichkeit in dieser Komplexität zu sehen, die eben manchmal etwas widersprüchlich erscheint, es aber nicht ist. Das Schöne und das Gute haben mich immer sehr fasziniert! Plato, der die Begriffe ja stark gebraucht hat, hat da etwas geniales gesehen auf eine Art. Aber “Das Böse” gehört eben auch zur Realität, auch wenn wir in Jesus im Sieg stehen, diesen aber immer wieder beanspruchen müssen um nicht in die Niederlage zurückzufallen.