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  • 11:43 | 24. August 2010 | # | 7 Kommentare

    “Guilt-driven people are manipulated by memories. They allow their past to control their future. They often unconsciously punish themselves by sabotaging their own success.”

    Autor:

     

Kommentare

  • Jonathan B. 11:44 | 24. August 2010 | #

    German: “Von Schuld getriebene Menschen werden von ihren Erinnerungen manipuliert. Sie erlauben ihrer Vergangenheit, ihre Zukunft zu kontrollieren. sie bestrafen sich unbewusst oft selbst, indem sie ihren eigenen Erfolg sabotieren.”

  • Reiner B. 23:41 | 24. August 2010 | #

    Na ja, und manche jagen gerade deshalb hinter dem Erfolg her, um ihre Vergangenheit zu kompensieren. Es ist eben doch immer auch wieder anders.

  • Jonathan B. 11:23 | 25. August 2010 | #

    Dein letzter Satz gäbe ein schönes Zitat, das eine weltanschauliche Grundhaltung vortrefflich beschreibt. Aber auch sie bedarf einer komplementären Ergänzung. Mit ihr allein kann man nicht leben. Ich merke halt oft, wie dieser Satz ausgesprochen oder unausgesprochen das letzte Wort vieler Diskussionen ist. Dieser Weg führt eher ins Nirvana als ins Leben.

  • Reiner B. 13:55 | 25. August 2010 | #

    Ja, okay, jetzt geht es zentral um meinen letzten Satz – wäre ja ein Zitat wert ;-) )
    Oki.
    Wer für sich in irgendeiner Weise den Anspruch erhebt, Entwickler / Innovator / Christ etc. zu sein, kommt an einer mehrperspektivischen Haltung nicht vorbei. Sätze wie “so isch es” passen vor allem in den Kindergarten mit dem Ziel einer allerersten Orientierung im Leben. Daß es doch immer wie ganz anders ist, betrifft vor allem immer auch die Beziehung zu Gott. Hat zu tun mit Römer 11,33–36 – denn ER ist immer der ganz ANDERE, der nie im Griff ist. Bei Paulus löst das Anbetung aus, und keine Bedenken.
    Aber das kennzeichnet ja auch Menschen, Christen (eigentlich) sowie aus, daß sie mehrperspektiv denken, denn wir sind Ebenbilder Gottes!
    WENN eine Diskussion der Meinungsbildung dient, dann ist “mein” letzter Satz eine gute Eröffnung der Diskussion, prägt (hoffentlich) die Diskussion und endet auch in der Haltung.
    WENN aber die Diskussion der Fassung von handlungsleitenden Schlußfolgerungen vorgeschaltet ist, dann werden diese Schlußfolgerungen umso besser sein je mehrperspektivischer darüber nachgedacht und diskutiert wurde. DASS es zu handlungsleitenden Schlußfolgerungen und Entscheiden kommt, ist Verantwortung der Diskussionsleitung. Aber daran ist doch nicht die Haltung “schuld”, daß es immer wieder ganz anders ist!
    Ich habe mich in den letzten 20 Jahren sehr viel (auf der Erfahrungsebene und lehrmäßig) mit “Prophetie” auseinandergesetzt. Es sind gerade die alttestamentlichen Propheten, die ja die Haltung haben MUSSTEN (und hatten), daß es eben ganz anders ist. Vergl. z.B. die Tempelrede in Jeremia 7!! So hat Prophetie (hoffentlich), Predigen, Coaching immer die Absicht, den Wahrnehmungshorizont erweitern zu helfen. “SIEHE …!”, sagt Jesus mehr als einmal….. “Es ist ganz anders!”
    Ja, das ist eine “weltanschauliche Grundhaltung”, die ich persönlich vor allem auch stark in der Heiligen Schrift angelegt finde. DASS wir allerdings als Christen oft in einer Haltung von individueller Allmachtsphantasie meinen und drauf pochen, wir wüßten “die” Wahrheit und könnten persönlich die Wirklichkeit so interpretieren, wie sie “wirklich” ist, führt nach meiner Einsatz eher in die Blockade, nicht nachhaltige Wirksamkeit, in ideologisiertes “Christsein” – wo sich “scheinbar” alles “richtig” anfühlt, aber doch tot ist. Wer genau hinschaut merkt, daß darüber auch nicht rhetorische / seelische / großgruppendynamische / manipulative Mechanismen (im christlichen Bereich manchmal als “Leidenschaft” propagiert) hinwegtäuschen.
    “Mein letzter Satz” hat zunächst einfach mal mit einer Haltung der Ehrlichkeit zu tun. Und dann ist Konsequenz, Handeln gefragt – und das läßt sich ja üben.

  • Jonathan B. 14:16 | 27. August 2010 | #

    Ja das sehe ich sehr ähnlich. Ich denke, dass es entscheidend ist, dass wir mit dieser Wirklichkeit leben lernen und lernen uns darüber zu freuen, dass es so ist. Der Fakt ist ja nicht wegzudiskutieren. So kann man “deinen letzten Satz” ganz verheissungsvoll aussprechen und meinen, im freudigen Erahnen von noch so vielem Schönen und Unentdeckten. So ist der Satz genial. Mehrperspektivität ist auch ein Lernprozess in dem wir drin sind von Anfang an. Und jeder hat entwicklungsbedingt seine Grenze und sein individuell erträgliches Mass an Mehrperspektivität in welchem er noch zu handlungsleitenden Schlussfolgerungen kommen kann, bevor es im Übermass zu Verwirrung, Überforderung und Blockade kommt.

  • Reiner B. 11:03 | 28. August 2010 | #

    Mehrperspektivität ist auch ein Lernprozess in dem wir drin sind von Anfang an. – Das sehe ich auch so. Dein Folgesatz mit der entwicklungsbedingten Grenze und dem individuell erträglichen Maß hat auch wichtige Anteile. Allerdings dürfen diese beiden Aspekte nicht vor allem wie schicksalsbedingt aufgefaßt werden. “Lernprozesse” haben immer auch mit Widerstand zu tun. Daher ergibt sich auch die Herausforderung, Widerstände zu bearbeiten. Hier ist die ganz große Frage, ob nicht viele “Widerstände” einfach (billig) auch geistlich/theologisch sanktioniert werden. Das finde ich bedenklich. Immer davon ausgehend, daß ja Jahwe selbst die Quelle der Mehrspektivität ist! und Er eigentlich jeden Menschen (Christen allemal) dazu herausfordert – “Grenzen” hin oder her.

  • Jonathan B. 20:37 | 29. August 2010 | #

    Ja genau. Ich denke, dass es idealerweise, wie für alle Lernprozesse, ein kontinuierliches erträgliches Überfordern braucht, dem man sich selber willentlich aussetzen sollte. Ausgesetzt ist man dem ja eigentlich sowieso. Aber es ist halt jedem überlassen, wie er sich das zumuten will oder ob er es umarmt, sich dadurch ständig bedroht fühlen will oder gar dagegen ankämpfen will. Mehrperspektivität kann man nicht neutral gegenüberstehen. Sie ist ja eine sich wirksam aufdrängende Realität. Ich stelle mal die Behauptung auf, dass das Leben qualitativ besser wird, wenn man das freudig zu umarmen anfängt, auch, weil man merkt, dass das Leben und Miteinander wirklicher wird.

    Für die Problematik des Monoperspektivismus im Zusammenleben kann ich nur sagen: Nieder mit dem Ego-Monoperspektivismus! Machtkämpfe sich bedroht fühlender Menschen gibt es noch und noch. So viele leiden unter dieser Krankheit, die sie für eine Erfolgsstrategie halten um ihren sozialen Status zu erhalten. Eine traurige Epidemie, eine völlig irrige Überlebensstrategie, die das Leben eher niederhält als zur Blüte bringt.

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