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11:47 | 24. August 2010 | # |
“We are products of our past, but we don’t have to be prisoners of it. God’s purpose is never limited to our past.”
Autor: Warren Rick
“We are products of our past, but we don’t have to be prisoners of it. God’s purpose is never limited to our past.”
Autor: Warren Rick
Jonathan B. 11:49 | 24. August 2010 | #
German: “Wir alle sind Produkte unserer Vergangenheit, aber wir müssen nicht ihre Gefangenen sein. Gottes Vorhaben werden nicht durch unsere Vergangenheit eingeschränkt.”
Reiner B. 23:38 | 24. August 2010 | #
Was ist denn das für ein mechanistisches Zitat?!?? Da graust es mir grad. Ich bin auch “Produkt” (tönt unglaublich starr) der Gegenwart, ja des Augenblicks – und ALS CHRIST auch der Zukunft, denn die Zukunft des Reiches Gottes hat bereits begonnen und macht als Dimension bereits jetzt einen Teil meiner Identität aus.
Jonathan B. 11:18 | 25. August 2010 | #
Ich mags auch eher poetisch und organischer; die Industrialisierung und Wirtschaft hat leider eine unglaubliche Menge an solchen Metaphern hervorgebracht. Dass wir heute z.B. in Beziehungen “investieren” finde ich ziemlich beängstigend.
Nun ja, trotz ihrer Entfremdung zum wirklichen Leben, denke ich ist es unsere Aufgabe solche Metaphern sprachlich zu ent-larven und ihres wahren Gehalts zu würdigen. Interessanter wäre es dann, wenn wir uns schon über den Fakt einig sind, ein natürlicheres sprachliches Äquivalent zu finden. Der Gedanke als Christ nicht nur vergangenheitsbedingt zu sein, sondern von der Zukunft des Reiches Gottes her bedingt zu sein ist sehr faszinierend. Wenn wir jetzt noch von “werden” reden, dann ist es noch einmal dynamischer und lebendiger. Vor allem sehr hoffnungsvoll. Genau aus diesem Grund ist “werden” eines meiner absoluten Lieblingswörter!
Reiner B. 14:05 | 25. August 2010 | #
Ja, okay, ich wollte mich aber weniger an dem “Produkt” aufhalten, sondern an dem eindimensionalen Blick. Das finde ich viel bedenklicher!
Was mich noch vor allem fasziniert, wie Vergangenheit und Zukunft sich in der Gegenwart begegnen, berühren, ja KÜSSEN! Das vor allem im Abendmahl, aber eigentlich in der gesamten christlichen Existenz. Wesentliches habe ich, glaube ich, vom Abendmahl vor einigen Jahren verstanden, als ich begriff, was eigentlich im Passahmahl geschieht! Wobei das Ganze dann eben kein gedankliches Konstrukt ist, sondern ein ineinanderverwobensein von Zunkunft und Vergangenheit in der persönlichen und gemeindlichen Gegenwart. Die Grundannahme dahinter ist, daß es in dem Sinne bei Gott keine Zeit “gibt”; es ist menschlich, daß wir (nur) chronologisch hintereinander denken können…
Jonathan B. 11:58 | 26. August 2010 | #
Darüber müssen wir uns bei Gelegenheit nochmal face-to-face auseinandersetzen, ehrlich gesagt bin ich enorm dankbar, dass ich (nicht “nur”) chronologisch hintereinander denken kann, alles andere wäre für mich ein elendes “Nur”. Ein wunderbares Beispiel dafür, dass Freiheit erst in Grenzen möglich ist.
Aber der Glaube an Chronologie als ontischer Grösse und nicht nur gedankliches Konstrukt ist ein Thema für sich. Ein integrativer Ansatz wäre da angebracht.