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  • 23:07 | 26. März 2009 | # | 4 Kommentare

    “Ich muss auf den Wunsch verzichten, anders zu sein als ich bin.”

    Autor:

     

Kommentare

  • Reiner B. 14:28 | 27. März 2009 | #

    Ist das nicht sehr statisch? Als Berater und Coach bin ich oft mit dem konfrontiert. Kann das mal jemand biblisch beleuchten?
    Frage ist sicher: Was ist mit “sein” gemeint?

  • Jonathan B. 15:30 | 28. März 2009 | #

    “Die Annahme seiner Selbst” heisst das Büchlein, aus dem dieses Zitat stammt.
    Ich glaube, dass dem guten Wunsch ganz anders zu werden als man ist (s. Henhöfer), immer auch, damit dieser erste Wunsch gesund bleibt, dieses Zitat hier zur Seite gestellt sein muss. Es ist das bedingte Versöhntsein mit dem gegenwärtigen Noch-Nicht –> “als ich bin“. Das schliesst den gleichzeitigen Wunsch ganz anders zu werden nicht aus. Persönlichkeit erfordert beides.
    Ich denke auch, dass es problematisch ist, wenn das bedingte Versöhntsein mit dem Ist, zu einem unbedingten Versöhntsein gesetzt wird. Deswegen ist dieses Zitat auch gefährlich.
    Das war jetzt allerdings nicht biblisch… Wüsste auch nicht gerade wie das biblisch zu beleuchten wäre.

  • Reiner B. 15:50 | 28. März 2009 | #

    Warum setzt du voraus, daß ich mit dem “noch-Nicht” versöhnt sein/werden müßte? Gibt es denn mit dem “Noch-Nicht” (du meinst damit vermutlich das Ideal, zu dem ich mich hinentwickeln möchte) einen Konflikt? “Versöhntsein” tönt für mich hier (wenn ich Dich angemessen verstehe) zu inseitig nach mich “fügen”, mich “zufriedengeben”, das Streben “aufgeben”. Ich meine, das kann es nicht sein.

    Na ok, wenn ich die Aussage auf eine philosophische (geistliche?) Ebene hebe, ist mein “Sein” (Identität = mein “Name”) ja sowieso bei Gott beschlossen.
    Jedenfalls würde ich NIE auf den Wunsch verzichten, anders zu handeln, als ich handle. Und mein Menschenbild enthält auch die Erkenntnis, daß sich mein Selbstverständnis (= Sein?) auch von außen nach innen, also aufgrund vermehrter neuer Gewohnheiten verändert.

    Und mir fällt noch ein: Des Menschen ist ein trotzig und verzagt Ding – wer kann es ergründen? (Jer 17 – nur Jahwe!). Das schockt, macht aber auch ruhig…

  • Jonathan B. 16:00 | 30. März 2009 | #

    Versöhnt sein mit dem Noch-nicht, ist wohl ein bisschen zu stark. Ein Ja zum Unperfekten haben könnte man vielleicht sagen.?. Nicht resignativ.
    Natürlich gibt es einen Konflikt mit dem Noch-nicht. Ich zumindest leide unter meiner Sündhaftigkeit und der gesamten Unvollkommenheit der Welt. “Das Streben aufgeben” wie du es nennst ist das aber nicht, denn wir sind ja nicht gefangen im Statischen. Bodenständig himmelwärts ist die Devise.

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