“Was die erste Gruppe anbetrifft, so wird man bei diesen Menschen, wenn man sie nach ihren natürlichen Gaben beurteilen will, von der Fußsohle bis zum Scheitel nicht ein Fünklein Gutes finden. Wir müßten sonst die Schrift des Betrugs bezichtigen; denn diese gibt über alle Kinder Adams das Urteil ab, daß ihr Herz ein „böses und hoffärtiges Ding“ sei (Jer. 17,9), daß alles „Dichten ihres Herzens böse ist von Jugend auf“ (Gen. 8,21), daß ihre Gedanken „eitel“ sind (Ps. 94,11), daß sie „die Furcht Gottes nicht vor Augen haben“ (vgl. Ex. 20,20) und daß keiner von ihnen „klug“ ist oder „nach Gott fragt“ (Ps. 14,2). Sie bezeichnet sie kurzum als Fleisch (Gen. 6,3), und darunter werden alle die Werke begriffen, die Paulus aufzählt: „Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord“ und was sonst dergleichen schändliche und abscheuliche Dinge mehr sind! (Gal. 5,19ff.). Das ist also die Würdigkeit, auf die sie ihr Vertrauen setzen und um derentwillen sie hoffärtig sein mögen!”